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Mit agilen Methoden zum optimierten Projektmanagement-Prozess

In einem meiner absoluten Lieblingsprojekte zum Thema erneuerbare Energien bei iCon haben wir mit agilen Methoden die Entwicklungsprozesse von Solarstrom optimiert – und das mit Erfolg.

Unser Klient innogy hat in den letzten Jahren massive Fortschritte im Bereich Solarstrom gemacht und plant, seine Kapazitäten in der Entwicklung und im Betrieb von Solaranlagen mit einer jährlichen Menge von 1 GW ab 2022 weiter auszubauen. Unsere Aufgabe bestand darin, zukunftssichere Prozesse für Solarstrom zu etablieren, die angestrebten Wachstumsziele zu unterstützen und sicherzustellen, dass die Projektabwicklung pünktlich, budgetgerecht und qualitativ einwandfrei erfolgt. Das Hauptziel: Den gesamten End-to-End-Projektmanagementprozess der Entwicklung von Solarstromquellen und -kraftwerken zu standardisieren.

Die Herausforderung lag dabei darin, dass innogy zwar weltweit Solarkraftwerke baut, es bisher jedoch keine einheitlichen Vorgaben gab. So wurde beispielsweise ein riesiges Solarkraftwerk mit einer installierten Leistung von 349 MW in Australien nach einem anderen Verfahren errichtet als ein vergleichbares Kraftwerk in Kanada. Hier waren dringend Normen gefragt, die für einen einheitlichen Prozess sorgen. Der große Vorteil: Mit dem gleichen Kenntnisstand ist jemand, der beispielsweise in den USA arbeitet, dazu in der Lage, auch Solar Power Projekte in anderen Ländern wie Indien oder Australien aufzubauen.

Per Scrum zum Erfolg

Unser vierköpfiges Dream-Team aus Philipp, Moritz, Julius und mir entschied sich dazu, dieses Projekt mit agilen Methoden anzugehen. Denn: Wir hatten nur drei Monate Zeit, um die ersten Ergebnisse zu liefern – und das bei über zehn Supportfunktionen beziehungsweise Stakeholdergruppen wie zum Beispiel Controlling, Accounting, Tax, Commerical, Strategy, Legal, Business Development, Projektmanagement und so weiter. Um die Zusammenarbeit so angenehm und effektiv wie möglich zu gestalten, setzten wir daher auf Scrum. So flossen sowohl Daystarts (kurze Besprechungen am Morgen), Sprint Planning (die als Kick-Off zu Beginn jedes Sprints stattfinden), Project Reflections (gemeinsames Reflektieren der bisherigen Erfahrungen und Ergebnisse), Sprint Reviews (bei denen alle Beteiligten die Projektergebnisse überprüfen) als auch Status Calls und regelmäßiges offenes Feedback in den Arbeitsprozess mit ein. Diese agile Herangehensweise führte dazu, dass wir wie geplant alle zwei Wochen ein Endergebnis liefern und das Projekt von Beginn an effizient angehen konnten. Nach Ende eines jeden Sprints (regelmäßige und wiederholbare Arbeitsabläufe) haben wir alle beteiligten Interessensgruppen eingeladen, ihre Bewertung abzugeben. Durch die gemeinsame Arbeit im großen Team haben wir viel Zeit gespart – schließlich gab es nur eine große Feedbackschleife statt vieler kleiner. Die Rückmeldungen der Interessensgruppen wurden im Anschluss mit dem Klienten diskutiert, wodurch es uns gelungen ist, von Anfang an ein ideales Erwartungsmanagement zu etablieren.

Der Erfolg dieses besonderen Projekts ist definitiv auf die enge Zusammenarbeit mit den Stakeholdern sowie die tolle Leistung unseres iCon Teams zurückzuführen. Gemeinsam haben wir den Blick über den Tellerrand gewagt und die verschiedensten Dinge ausprobiert – wie etwa „Upskilling“. Dabei wurden jede Woche Themen auf neue Teammitglieder verteilt. Ich habe den anderen zum Beispiel vorgestellt, woraus genau eine Solarzelle besteht und wie Solarkraftwerke funktionieren. Julius hat uns dagegen die Funktionsweise von „Tool Slack“, einem Vergleichstool wie Slack oder Trello, präsentiert. Die Idee dahinter: Nicht nur zusammenzukommen, um am Projekt zu arbeiten, sondern sich auch kontinuierlich selbst weiterzuentwickeln.

Positives Resümee

Auch wenn es teilweise herausfordernd war, jeden unserer Stakeholder kontinuierlich im Loop zu halten und Feedback zu jedem Einzelergebnis einzuholen, so haben wir das Projekt doch mit Bravour gemeistert. Die agile Herangehensweise hat sich als absolut zielführend erwiesen – sowohl in der Zusammenarbeit untereinander als auch in Bezug auf unseren Klienten. Was mich besonders freut: Wir bekamen nicht nur die Gelegenheit, ein Projekt, das wir selbst auf den Weg gebracht haben, in gleicher Konstellation auch durchzuführen. Sondern konnten auch die ohnehin bereits enge Beziehung zu innogy noch vertiefen - und hatten nebenbei sehr viel Spaß!

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Ein Artikel von

Indrani Kaliyan Senior Consultant Operations
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