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Was bringt das neue Jahr?

Neues Jahr, neues Glück. Das neue Jahr bringt neue Chancen und Herausforderungen. Das gilt für jeden persönlich, aber auch für die Marktbedingungen und damit ganze Industrien. Daher möchte ich heute die meiner Meinung nach wichtigsten Neuerungen, die die Energiebranche im kommenden Jahr zu erwarten hat, vorstellen. Drei besonders spannende Veränderungen habe ich daher einmal zusammengefasst. Manche Entwicklungen sind jedoch gerade noch in der Schwebe und es ist völlig offen, welche konkrete Richtung sie einschlagen werden. Es wird also auf jeden Fall ein spannendes Jahr für die Energiebranche.

Die ständigen Veränderungen am Markt oder neue Gesetze bedeuten auch für uns Berater ein spannendes Jahr, denn durch den permanenten Wandel am Markt ergeben sich auch für uns zahlreiche neue Projekte mit unseren Kunden. Natürlich setzten wir uns intensiv mit diesen Themen auseinander, um immer mit unseren Kunden auf Augenhöhe zu bleiben.

Smart Gateways - BSI kündigt Rollout für 2019 an
Beim langen Warten auf den Smart-Meter-Rollout – intelligente, digitale und internetfähige Stromzähler, die über eine Kommunikationseinheit (Gateway) verfügen – zeichnet sich ein Ende ab: Die Branche steht bereits in den Startlöchern und die Energiekonzerne warten auf den lang ersehnten Rollout. Dafür haben viele Versorger bereits erste Dienstleistungen und Pakete erstellt. Es fehlen lediglich die Gateway-Zertifizierung und der Check des Bundesamtes: Nach etwa 600 durchgeführten Gateway-Penetrationstests müssen nun noch drei Systeme unabhängiger Hersteller den Sicherheitscheck des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestehen. Dann kann der Rollout mit der sogenannten Markterklärung offiziell starten. Derzeit ist vom BSI dafür der 31. Januar 2019 vorgesehen. Drücken wir die Daumen, dass das Timing gehalten werden kann.

Das ist für den Energiemarkt sicherlich ein spannendes Thema, denn durch die intelligenten Stromzähler werden aktuelle Verbrauchsdaten z.B. der Haushalte transparent. Smart Meter spielen also eine elementare Rolle in der Energiewende und können zukünftig unter anderem dabei helfen, das intelligente Stromnetz (Smart Grid) dynamisch zu stabilisieren.

Energiesammelgesetz - Solaranlagen: Weniger Förderung für große Anlagen ab 2019 geplant
Das Bundeskabinett hat Anfang November den Gesetzesentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) für das Energiesammelgesetz beschlossen und damit das parlamentarische Verfahren eröffnet. Ganz konkret geht es um Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistungsspanne von 40 bis 750 Kilowattpeak auf Gebäuden. Das sind die Anlagen, die keine Ein- und Zweifamilienhäuser mit Strom versorgen, sondern große Firmengebäude oder große Mehrfamilienhäuser. Hier ergibt sich eine geringere Absenkung der Vergütung und der anzulegende Wert sinkt von heute 11,03 Cent/kWh auf 8,9 Cent/kWh (zum 1.4.2019). Rund die Hälfte der jährlich neu installierten Solarstromanlagen soll nach Branchenangaben von dieser geplanten Förderkürzung betroffen sein.

Regierung will Netzausbau mit neuem Gesetz beschleunigen
Die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums für einen schnelleren Ausbau der Stromnetze im Zuge der Energiewende werden immer konkreter: Zu den Kernpunkten eines neuen Gesetzentwurfes zählen einfachere und beschleunigte Genehmigungsverfahren für den Bau von Stromtrassen sowie die Optimierung von Stromleitungen. Die verschiedenen Planungsschritte sollen damit besser vernetzt werden. Auch beim Monitoring gibt es Nachbesserungen – wie die Überprüfung möglicher Verzögerungen. Netzbetreibern, die Planungen hinauszögern, könnten mit der neuen Gesetzeslage Zwangsgelder in Höhe von bis zu zehn Millionen Euro drohen.

Diese drei Entwicklungen werden die Energiebranche im kommenden Jahr wesentlich prägen und verändern. Und ich freue mich schon auf die damit verbundenen neuen Herausforderungen. Denn eins ist sicher: Die Energiebranche wird nie langweilig.


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Ein Artikel von

Janina Köhler Project Lead
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